Ein Großprojekt aus tausend Teilen

Von Ida Grotelüschen, Janek Pilz, Max Haake, Melina Sophia Eilts und Nicklas von Deetzen (Online-AG)

Tausende Teile warten darauf verbaut zu werden: Mit Ratschen, Schraubenzieher und Inbusschlüssel machen sich die Teilnehmer der Arbeitsgemeinschaft Fahrzeugmodellbau daran, alles miteinander zu verschrauben. Und es sind wirklich enorm viele Teile – jedes Fahrzeug ist eigentlich ein eigenes Großprojekt.

Die AG heißt mit vollem Titel „Mit Pfirsichsaft und Geisteskraft zum Fahrzeugbau“, und sie wird von Herrn Strauß geleitet. Herr Strauß ist unser Schulsozialarbeiter. Und er kennt sich mit Getrieben, Lenkungen und Radaufhängungen aus: Bevor er ein Studium für soziale Arbeit absolviert hat, machte er nämlich eine Ausbildung zum Maschinenbautechniker. So kann er jetzt beide Berufe vereinen.

Die insgesamt 14 Schüler schrauben zurzeit an einem Roller namens „Runner“, dem Dreirad „Arrow“ und dem Liegefahrrad „Swing“. Die 2500 bis 3000 Euro teuren Bausätze sind direkt zum Zusammenbau gemacht, es muss also nichts mehr zurechtgesägt werden. Auch alle Schrauben,  Platten und Profile sind dabei. Im ersten Halbjahr haben die Jungs – zurzeit sind es tatsächlich ausschließlich Jungs – schon etwa 12 Doppelstunden an den Fahrzeugen gearbeitet. Und man sieht bereits Erfolge, es sind schon ganze Fahrzeugteile erkennbar. Bei der Arbeit braucht man Geduld: „Langsam, aber stückweise geht es voran. Hier ist viel Versuch und Irrtum dabei“, sagt Herr Strauß. „Man muss immer konzentriert bleiben. Wenn man auch nur einen ganz kleinen Fehler macht, kann es sein, dass man nochmal alles auseinander bauen muss.“

Und neben Geduld lernt man auch noch andere Tugenden, die man in der Arbeitswelt später gut gebrauchen kann: „Teamwork und gute Zusammenarbeit sind sehr wichtig. Einer hält die Teile fest, einer schraubt, und ein Dritter guckt, ob auch wirklich alles passt und richtig angebracht ist.“

Nach getaner Arbeit gibt es immer in der Hälfte der Stunde eine Pause, in der werden Kekse gegessen und Eistee oder Saft getrunken. Die Schüler bringen die Snacks abwechselt mit. In der Stunde vor  den Sommerferien war die AG sogar Döner essen – ein Highlight zum Ende des geschafften Schuljahres.

Und wenn ein komplettes Fahrzeug ist, dann wollen sie damit durch die Schule brausen. Dazu brauchen sie noch nicht einmal viel Muskelkraft, denn die Fahrzeuge können elektrifiziert werden, also mit Strom fahren. Und dem Team, das als erstes sein Fahrzeug fertigstellt, gibt Herr Strauß dann zusätzlich noch Döner aus!