Was wächst eigentlich auf einer Streuobstwiese – und was kann man daraus machen? Dieser Frage gingen 14 Schülerinnen und Schüler des WPK MINTgrün aus Jahrgang 7 in den vergangenen Wochen ganz praktisch nach.
Im Rahmen der Kooperation mit der Biologischen Schutzgemeinschaft Hunte-Weser-Ems (BSH) waren die Schülerinnen und Schüler mehrfach auf der Obstwiese an der Tillytränke unter Anleitung von Horst Wieting (BSH) im Einsatz. Dort hieß es zunächst: anpacken! Gemeinsam wurde die Wiese geheut und anschließend fleißig Obst gesammelt. Dabei konnten die Jugendlichen erleben, wie viel Arbeit und Engagement notwendig sind, bevor aus einer Streuobstwiese leckere Produkte entstehen.
Ein Teil der geernteten Quitten und Äpfel wurde direkt im MINTgrün-Kurs verarbeitet. Aus den Quitten entstand eine leckere Quittenmarmelade, aus den Äpfeln wurde Apfelmus hergestellt. So wurde aus dem Unterricht im wahrsten Sinne des Wortes „Lernen zum Anfassen“. Die selbst hergestellten Produkte können unter anderem beim Weihnachtskonzert am 10.12.2026 erworben werden.
Die große Ernte wurde schließlich zu Saft verarbeitet: Die restlichen Quitten und rund 1.000 Kilogramm Äpfel wurden bei einer Mostaktion im Waldpädagogikzentrum Ahlhorn mit Unterstützung von Torsten Bensemann (WPZ) und unter Anleitung von Olli Schmale mit Ollis Saftpresse zu leckerem Obstsaft verarbeitet.
Das Ergebnis konnte sich sehen – und vor allem schmecken – lassen: Als Belohnung für ihren Einsatz erhielt jede Schülerin und jeder Schüler einen 5-Liter-Kanister Saft aus der eigenen Ernte. Möglich wurde das Ganze erst durch die finanzielle Unterstützung durch die Initiative „Vielfalt in Geest und Moor“.
Die Aktion zeigt beispielhaft, wofür der MINTgrün-Kurs im MINT-Konzept der IGS Wardenburg steht: Schülerinnen und Schüler sollen Natur nicht nur beobachten und über ökologische Zusammenhänge sprechen, sondern selbst aktiv werden, Fragen stellen, ausprobieren, Zusammenhänge erkennen und eigene Projekte umsetzen.
Dabei verbindet MINTgrün naturwissenschaftliches Lernen mit Nachhaltigkeit, praktischem Arbeiten und Verantwortung für die eigene Umwelt. Vom Heuen und Sammeln über die Verarbeitung der Ernte bis hin zum fertigen Produkt konnten die Jugendlichen den gesamten Weg vom Naturraum zum Lebensmittel miterleben.
So wird aus Unterricht ein Lernprozess, bei dem Kopf, Hand und Umwelt zusammenkommen – und bei dem die Schülerinnen und Schüler erfahren: MINT kann man nicht nur lernen, sondern auch erleben und gestalten.
Ein besonderer Dank gilt der Horst Wieting (BSH), Torsten Bensemann (Waldpädagogikzentrum Ahlhorn) und Olli Schmale(Ollis Saftpresse) für die Unterstützung und die Möglichkeit, solche praktischen Erfahrungen außerhalb des Klassenraums zu sammeln.